Kleines elektrisches Werk
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ACHTUNG : Der Betrieb und die Reparatur elektrischer Uhren kann für den Laien lebensgefährlich sein. Deshalb unbedingt die Bekanntmachung "WARNUNG: Elektrische Uhren " lesen !
Hier abgegebene Tipps können keinen Fachmann ersetzen und sind ohne jede Garantie oder Gewähr.
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walter der jüngere
Re: Kleines elektrisches Werk
Hallo,
ich denke nach wie vor, daß hier der Fehler zunächst eingrenzbar wäre, indem man den Aufzug mechanisch betätigt und dann schaut, ob der mechanische Teil des Werkes ordentlich läuft.
Die Beschreibung des Fehlers lässt sich m.E. entweder so deuten, daß der Aufzug nicht vollständig bzw. gar nicht erfolgt - dann kann die Uhr nicht gehen / die Unruhe schwingt nur ein paar Mal, oder aber man kann die Beschreibung so deuten, daß der Aufzug zwar erfolgt, aber das Werk nach ein paar Unruhschwingungen wieder stehen bleibt (weil ein Fehler den Lauf behindert - z.B. verharztes Öl).
Aus meiner Sicht sind mehr Fotos sicher sehr hilfreich, vor allem aber eine entsprechende Überprüfung des mechanischen Werkbereichs.
Walter d. J.
ich denke nach wie vor, daß hier der Fehler zunächst eingrenzbar wäre, indem man den Aufzug mechanisch betätigt und dann schaut, ob der mechanische Teil des Werkes ordentlich läuft.
Die Beschreibung des Fehlers lässt sich m.E. entweder so deuten, daß der Aufzug nicht vollständig bzw. gar nicht erfolgt - dann kann die Uhr nicht gehen / die Unruhe schwingt nur ein paar Mal, oder aber man kann die Beschreibung so deuten, daß der Aufzug zwar erfolgt, aber das Werk nach ein paar Unruhschwingungen wieder stehen bleibt (weil ein Fehler den Lauf behindert - z.B. verharztes Öl).
Aus meiner Sicht sind mehr Fotos sicher sehr hilfreich, vor allem aber eine entsprechende Überprüfung des mechanischen Werkbereichs.
Walter d. J.
Re: Kleines elektrisches Werk
Hallo liebe Antworter.
Das Werk hat eine Unruh. Den Spulenwiderstand werde ich noch messen und dann hier posten.
Ich mach noch ein Foto der Unruh
Danke schon mal im Voraus
Gruß Gerd
Das Werk hat eine Unruh. Den Spulenwiderstand werde ich noch messen und dann hier posten.
Ich mach noch ein Foto der Unruh
Danke schon mal im Voraus
Gruß Gerd
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walter der jüngere
Re: Kleines elektrisches Werk
Hallo,
nur systematische Fehlersuche führt schnell und sicher zum Ziel.
Daher nochmal zum in aller Stille überdenken:
Wenn klar ist, daß der mechanische Teil des Werkes intakt ist - nach manueller Betätigung des Aufzugs ordentlich läuft, dann ist klar, die Uhr würde laufen, wenn der elektrische Teil funktionsfähig ist.
Dann erst hat m.E. die Fehlersuche und damit auch das Messen im elektrischen Teil einen Sinn.
Das Ausmessen der Spulen usw. würde nämlich voraussetzen, daß man dort elektrische Verbindungen öffnet (denn sonst kann man keine Einzelmessung usw. durchführen) und das widerum würde bedeuten, daß bei all diesen Aktionen ggfs. auch mechanische Justierungen verändert werden. All dies kann zusätzliche Fehler erzeugen!
Denn aufgrund der Bauart dieses Werkes ist es deutlich wahrscheinlicher, daß der Grund, warum die Uhr nicht läuft, eher im mechanischen Bereich dieser Uhr zu suchen ist.
Wenn dies geklärt ist, kann man auch klären, was darunter wirklich zu verstehen ist:
Wird der Aufzug in dem jetzigen Zustand vollzogen oder nicht?
Denn: Wenn der Aufzug vollzogen wird, müsste die Uhr ja eine gewisse Zeit laufen - wenn am mechanischen Teil alles in Ordnung ist. Um dies einfach klären zu können, bräuchte der Aufzug nur manuell vollzogen werden...
Daher:
Durch reines, systematisches Beobachten noch ganz ohne verändernden Eingriff in das Werk ließe sich viel erkennen und dies ohne Fehler zu erzeugen.
Beobachte daher bitte sehr genau, was passiert und schildere dies auch sehr genau. Denn nur dann kann Dir hier auch per Forum einigermaßen sicher versucht werden, zu helfen.
Walter d. J.
nur systematische Fehlersuche führt schnell und sicher zum Ziel.
Daher nochmal zum in aller Stille überdenken:
Wenn klar ist, daß der mechanische Teil des Werkes intakt ist - nach manueller Betätigung des Aufzugs ordentlich läuft, dann ist klar, die Uhr würde laufen, wenn der elektrische Teil funktionsfähig ist.
Dann erst hat m.E. die Fehlersuche und damit auch das Messen im elektrischen Teil einen Sinn.
Das Ausmessen der Spulen usw. würde nämlich voraussetzen, daß man dort elektrische Verbindungen öffnet (denn sonst kann man keine Einzelmessung usw. durchführen) und das widerum würde bedeuten, daß bei all diesen Aktionen ggfs. auch mechanische Justierungen verändert werden. All dies kann zusätzliche Fehler erzeugen!
Denn aufgrund der Bauart dieses Werkes ist es deutlich wahrscheinlicher, daß der Grund, warum die Uhr nicht läuft, eher im mechanischen Bereich dieser Uhr zu suchen ist.
Wenn dies geklärt ist, kann man auch klären, was darunter wirklich zu verstehen ist:
Soll das heißen, der Motor dreht sich oder zuckt er nur? Muss er sich überhaupt (mehrmals) drehen?gebuwa hat geschrieben:.
...
Der Magnetmotor bewegt sich kurz, die Unruhe läuft kurz und bleibt dann stehen.
....
Wird der Aufzug in dem jetzigen Zustand vollzogen oder nicht?
Denn: Wenn der Aufzug vollzogen wird, müsste die Uhr ja eine gewisse Zeit laufen - wenn am mechanischen Teil alles in Ordnung ist. Um dies einfach klären zu können, bräuchte der Aufzug nur manuell vollzogen werden...
Daher:
Durch reines, systematisches Beobachten noch ganz ohne verändernden Eingriff in das Werk ließe sich viel erkennen und dies ohne Fehler zu erzeugen.
Beobachte daher bitte sehr genau, was passiert und schildere dies auch sehr genau. Denn nur dann kann Dir hier auch per Forum einigermaßen sicher versucht werden, zu helfen.
Walter d. J.
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KleineSekunde
- Moderator
- Beiträge: 1281
- Registriert: Fr 20. Aug 2010, 22:02
Re: Kleines elektrisches Werk
Hallo,
die von Walter bereits vorgeschlagene Vorgehensweise halte ich für richtig, um den Fehler zunächst einzugrenzen (wie beschrieben, Probleme beim eigentlichen Werk aufgrund von möglichen Verschmutzungen / Probleme beim elektrischen Aufzug).
Eine manuelle Auslösung des Aufzugvorgangs würde natürlich voraussetzen, dass die grundsätzliche Funktionsweise bekannt ist und sich der Aufzug dann auch ohne mögliche weitere Beschädigungen manuell betätigen ließe. Das Werk kenne ich nicht und aufgrund der verfügbaren Fotos traue ich mir auch nicht zu, hier weiterführende Hinweise zu geben. Eventuell würde die Funktionsweise aber durchaus ersichtlich, wenn das Werk vor mir läge...
Die Messung der Spulenwiderstände könnte immerhin Hinweise darauf geben, ob die Spulen grundsätzlich noch intakt sind oder nicht. Aber da der Motor sich wohl zaghaft bewegt, würde ich den Fehler hier eher nicht suchen.
Sichtbar ist jedenfalls eine im mittleren Bereich "überdehnte" Feder. Reicht die noch vorhandene Kraft aus, um die vorgesehene Funktion auszuführen?
Weitere Fotos wären hier eventuell also sicherlich hilfreich.
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
die von Walter bereits vorgeschlagene Vorgehensweise halte ich für richtig, um den Fehler zunächst einzugrenzen (wie beschrieben, Probleme beim eigentlichen Werk aufgrund von möglichen Verschmutzungen / Probleme beim elektrischen Aufzug).
Eine manuelle Auslösung des Aufzugvorgangs würde natürlich voraussetzen, dass die grundsätzliche Funktionsweise bekannt ist und sich der Aufzug dann auch ohne mögliche weitere Beschädigungen manuell betätigen ließe. Das Werk kenne ich nicht und aufgrund der verfügbaren Fotos traue ich mir auch nicht zu, hier weiterführende Hinweise zu geben. Eventuell würde die Funktionsweise aber durchaus ersichtlich, wenn das Werk vor mir läge...
Die Messung der Spulenwiderstände könnte immerhin Hinweise darauf geben, ob die Spulen grundsätzlich noch intakt sind oder nicht. Aber da der Motor sich wohl zaghaft bewegt, würde ich den Fehler hier eher nicht suchen.
Sichtbar ist jedenfalls eine im mittleren Bereich "überdehnte" Feder. Reicht die noch vorhandene Kraft aus, um die vorgesehene Funktion auszuführen?
Weitere Fotos wären hier eventuell also sicherlich hilfreich.
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
Re: Kleines elektrisches Werk
Beim Vorschlag, den Widerstand der Spulen zu messen, wollte ich zunächst auf die Eingangsfrage zurückkommen, nämlich mit welcher Spannung diese Uhr betrieben wird. Ganz unabhängig von dem Zustand des Werkes und seinen Fehlern.
Walter hat ganz Recht, wie man erst mal erkennen kann, ob der Fehler mechanischer oder elektrischer Art ist. Aber darauf wollte ich zunächst überhaupt nicht hinaus.
Wenn man aber die Spannung nicht kennt und überhaupt nicht weiß, ob die Uhr eine Starkstrom- oder Schwachstromuhr ist, geht das am einfachsten über den Spulenwiderstand. Hier kann man zwar nur die Versorgungsspannung abschätzen, aber sehr begründet. Je höher der Spulenwiderstand, um so höher auch die Versorgungsspannung. Ich habe eine Liste verschiedenster Uhren, auch mit Klappmagnetaufzug wie bei dieser, und die dazugehörigen Spulenwiderstände und die entsprechenden Versorgungsspannung. Daher auch meine Frage des Spulenwiderstandes.
Grüße
Frank
Walter hat ganz Recht, wie man erst mal erkennen kann, ob der Fehler mechanischer oder elektrischer Art ist. Aber darauf wollte ich zunächst überhaupt nicht hinaus.
Wenn man aber die Spannung nicht kennt und überhaupt nicht weiß, ob die Uhr eine Starkstrom- oder Schwachstromuhr ist, geht das am einfachsten über den Spulenwiderstand. Hier kann man zwar nur die Versorgungsspannung abschätzen, aber sehr begründet. Je höher der Spulenwiderstand, um so höher auch die Versorgungsspannung. Ich habe eine Liste verschiedenster Uhren, auch mit Klappmagnetaufzug wie bei dieser, und die dazugehörigen Spulenwiderstände und die entsprechenden Versorgungsspannung. Daher auch meine Frage des Spulenwiderstandes.
Grüße
Frank
Re: Kleines elektrisches Werk
Hallo Spezialisten.
Zuerst mal recht herzlichen Dank für eure Tipp´s.
Ich bin schon ein ganzes Stückchen weitergekommen, bzw. verstehe jetzt die Funktion besser.
Das Werk ist vollständig intakt und läuft nach automatischem Aufzug alleine an. Bisherige Vorgehensweise - frisch geölt (hat viel gebracht!), Messung der Spule = 36 Ohm. Aufzug der Feder funktioniert und schaltet auch richtig ab. Lediglich mit der Spannung muss ich noch etwas experimentieren. Bis dto. habe ich eine 1,5V AA-Zelle benutzt, scheint mir aber etwas schwach zu sein, außerdem ist die Feder schnell abgelaufen. Nächste Test - die Anschlüsse passend machen, damit ich mein Netzgerät als ständige Spannungsquelle nutzen kann. Laufen lassen und messen in welchem Zeitraum die Feder jeweils neu aufgezogen wird.
Ich wollte jetzt nur eure Antworten nicht unkommentiert lassen. Melde mich erst wieder, wenn meine Test´s abgeschlossen sind mit einem vollständigen Bericht incl. Foto der Unruh.
Jetzt fehlt nur noch der Hersteller
Gruß und besten Dank für eure Hilfe
Gerd
Zuerst mal recht herzlichen Dank für eure Tipp´s.
Ich bin schon ein ganzes Stückchen weitergekommen, bzw. verstehe jetzt die Funktion besser.
Das Werk ist vollständig intakt und läuft nach automatischem Aufzug alleine an. Bisherige Vorgehensweise - frisch geölt (hat viel gebracht!), Messung der Spule = 36 Ohm. Aufzug der Feder funktioniert und schaltet auch richtig ab. Lediglich mit der Spannung muss ich noch etwas experimentieren. Bis dto. habe ich eine 1,5V AA-Zelle benutzt, scheint mir aber etwas schwach zu sein, außerdem ist die Feder schnell abgelaufen. Nächste Test - die Anschlüsse passend machen, damit ich mein Netzgerät als ständige Spannungsquelle nutzen kann. Laufen lassen und messen in welchem Zeitraum die Feder jeweils neu aufgezogen wird.
Ich wollte jetzt nur eure Antworten nicht unkommentiert lassen. Melde mich erst wieder, wenn meine Test´s abgeschlossen sind mit einem vollständigen Bericht incl. Foto der Unruh.
Jetzt fehlt nur noch der Hersteller
Gruß und besten Dank für eure Hilfe
Gerd
Re: Kleines elektrisches Werk
Bei diesem Widerstand würde ich die Spannung von 4,5V testen. Eine Netzspannung ist garantiert verkehrt.
Frank
Frank
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KleineSekunde
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Re: Kleines elektrisches Werk
Hallo Gerd,
Aber zur Sicherheit: Alle Lager / Zapfen sollten vor dem Ölen gründlich gereinigt werden. Dazu müsste das Werk zerlegt werden, um die Lagerstellen auch wirklich reinigen zu können. Vorhandener Abrieb / Verschmutzungen würden sonst an kritischen Stellen verbleiben und auf Dauer in Verbindung mit dem neuen Öl dann möglicherweise eher als "Schleifpaste" wirken.
Weiterhin viel Erfolg!
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
Nun, das klingt doch schon einmal sehr vielversprechend!gebuwa hat geschrieben:Ich bin schon ein ganzes Stückchen weitergekommen, bzw. verstehe jetzt die Funktion besser.
Das Werk ist vollständig intakt und läuft nach automatischem Aufzug alleine an.
Ja, wer gut schmiert, der gut fährtgebuwa hat geschrieben:Bisherige Vorgehensweise - frisch geölt (hat viel gebracht!)
Weiterhin viel Erfolg!
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
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KleineSekunde
- Moderator
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- Registriert: Fr 20. Aug 2010, 22:02
Re: Kleines elektrisches Werk
Hallo,
das Thema wurde in den Bereich der elektrischen Uhren verschoben, da es erstens hier auch thematisch natürlich ganz gut aufgehoben ist und sich zweitens hier eventuell eher ein Hinweis auf den Hersteller dieses wohl seltenen Werkes ergeben könnte.
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
das Thema wurde in den Bereich der elektrischen Uhren verschoben, da es erstens hier auch thematisch natürlich ganz gut aufgehoben ist und sich zweitens hier eventuell eher ein Hinweis auf den Hersteller dieses wohl seltenen Werkes ergeben könnte.
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde